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Hallo aus der Oberpfalz

Wir heissen Dich herzlichst Wilkommen. Hast du schon ein Faltrad ? Welches ?
specialbiker
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Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von specialbiker » Do 19. Jan 2017, 14:29

Eben wurde mein Account aktiviert, daher kurze Vorstellung:
Ich heisse Hans und interessiere mich für viele Schattierungen des Fahrrades: MTB, Rennrad, Liegerad, Falter (?).

Letzteres ist noch in der Schwebe, darum bin ich hier und bringe schon mal zwei Fragen ein (Suchfunktion konnte nicht ausreichend antworten):

1) Kennt hier jemand die Carbonfalter von SAVA? Derzeit zwei Modelle bei Amazon verfügbar, darüberhinaus in China online bestellbar. Was weiß man über diesen Hersteller bzw. die Räder?

2) Birdy: Kein Rad spricht mich optisch so an wie ein Birdy, die Linien des Hydroform-Rahmens im Kontrast zur eckigen Vorderradschwinge sind wohl einzigartig. Detaillösungen wie zahlreiche Formteile im Rahmen (vor allem der Gabel) und Hinterbau machen einen perfekten Eindruck - gefällt mir einfach (obwohl ein "vernünftiger Preisleistungsrahmen" von R-M wohl auch schon überzogen wurde, ist mir bewusst). Ich schwanke zwischen Purismus ("Birdy Speed") und Alleskönner ("Dualdrive"). Ich weiß alles über Entfaltung, Gewicht etc. Was ich nicht weiß, und hier Antworten erhoffe: Wie "fühlt" sich sowas an, das leichtere Speed gegenüber dem vermutlich behäbigeren (?) Dualdrive. Spürbarer Unterschied? Macht es Sinn, bei einem Birdy an 2kg Gewicht zu geizen, oder würdet Ihr den Nutzwert der Tourenvariante viel höher einstufen. Tritt man bei der Dualdrive-Nabe tatsächlich wie "auf Gummi" (3. Gang) ? Wie groß sind die Verluste des 1. Gang?

Ich weiß, jetzt kommt die Gegenfrage: Wofür brauchst Du denn ein Faltrad? Die Antwort kann ich leider nicht geben, oder, wie man hier sagt: Der Appetit kommt beim Essen - ich hab Stand heute keine Ahnung, ob ich mit einem Falter nur ins Büro fahren werde, oder ob am Horizont vielleicht schon die Alpenüberquerung lockt ;-)

Falls jemand aufgrund meiner unvollständigen Angaben dennoch einen nützlichen Kommentar erübrigen kann - sehr gerne.

Danke im voraus!

specialbiker

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von berlinonaut » Do 19. Jan 2017, 16:06

specialbiker hat geschrieben: Falls jemand aufgrund meiner unvollständigen Angaben dennoch einen nützlichen Kommentar erübrigen kann - sehr gerne.
Zwei Kilo Gewicht zu sparen lohnt beim Faltrad immer - das wird im Gegensatz zu anderen Rädern - häufiger mal getragen. Zwei Kilo sind da eine Welt und normalerweise nicht leicht einzusparen. Was das Birdy angeht kenne ich aus eigenem Erfahren nur das Speed und auch das nur von einer Probefahrt. Ich fand es da angenehm, schnell und agil zu fahren (den Lenker hätte ich allerdings geändert) - zum Fahrverhalten des Birdy im Allgemeinen gibt es aber drastisch unterschiedliche Meinungen. Persönlich würde ich kein Birdy kaufen, da für mich Premiumpreis und die hier im Forum nachlesbare Servicequalität, Dauerhaltbarkeit und Unterhaltskosten nicht zusammenpassen und auch nicht zu meinem Nutzungsverhalten. Motte schrieb hier irgendwo, dass angesichts seines Tern mit Big Apple sich der Federungsvorteil seines Birdy eigentlich verflüchtigt habe. Sprich: Das Birdy mag optisch sehr attraktiv wirken, objektiv betrachtet ist es zu teuer in meinen Augen im Vergleich zu den Alternativen (nebst anderen Problemen).

EmilEmil
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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von EmilEmil » Do 19. Jan 2017, 17:03

Zu 1) kann ich mangels Kentnissen nichts beitragen.
Zu 2) Bei der DualDrive (die Nabe war für ein 20" Faltrad angedacht, konnte nur zu spät erworben werden!) fahre ich ein vollgefedertes Fitness/Crossrad mit in einer 3x11 Konfiguration. Der Umbau von 3x10 auf 3x11 ist gerade beendet, und es gibt einen Defekt am 11-fach-Gripshift von SRAM. Da warte ich derzeit auf ein Ersatzteil.
Ein Gummi-Gefühl an der DualDrive-Nabe halte ich für ziemlich unwarscheinlich, da die Nabe wie alle 3-Gang-Naben von Sachs/SRAM in den letzten 100 Jahren mit Sperrklinken bestückt ist. Ich kann das aus der Fahrpraxis (1400 [km]) auch nicht bestätigen. Der Wirkungsgrad im 1:1 Gang der Nabe beträgt 100%, der geringere Wirkungsgrad in den Gängen 1 und 3 dürfte bei 95 % liegen (Schätzung, da mir keine Messungen vorliegen); den geringeren Wirkungsgrad kann man beim Fahren nicht spüren, aber man könnte ihn messen.
Der Entfaltungsumfang (Spreizung) meiner Konfiguration liegt bei 608 %. Emin = 1,52 [m] und Emax 9,29 [m]. Ein gleichmäßiger Gangsprung wäre 12,6 % (rechnerisch). Da hat man oben das Emax = 9,60 [m] einer RR-Kompaktübersetzung im Blick und unten das Emin =1,40 [m] einer Mtb-Schaltung. Da muß jeder für sich entscheiden, wie wichtig das ist. Ein Birdy Speed mit Emax = 8,00 [m] Entfaltung halte ich IMHO für bißchen schlapp. Ein Faltrad mit "Speed"-Potenzial würde ich heute mit einer 11-fach Schaltung bestücken. Und über 9 [m] Entfaltung sollten drin sein. Evtl 9 - 36; das würde dann aber einen XD-Freilauf erfordern. Eine XD Konfiguration ist natürlich nicht zu Baumarkt-Preisen zu haben, bei den bekannt hohen R&M Preisen sollte man in Punkto Stand der Technik schon etwas mehr erwarten.
Beim Fahren tut jedes Kilogramm Masse bei Bergauffahrt weh (da natürlich besonders), in der Ebene (Beschleunigungen mal außen vor, deswegen sind Hollandräder so gut für die Stadt geeignet :lol: :mrgreen: :lol: ) spielen 2 [kg] mehr bei einem Ausgangsgewicht von 10 [kg] keine Rolle, und bei Bergab helfen sie ein wenig. Das weißt Du aber sicher besser als ich. Fürs Faltrad gilt dennoch bei Art-gerechter Benutzung (Huckepack-Verkehr): So leicht wie möglich.

MfG EmilEmil

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von specialbiker » Do 19. Jan 2017, 18:42

@EmilEmil und @berlinonaut:

Danke für Eure qualifizierten Antworten, hilft mir weiter.

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von cruisen » Do 19. Jan 2017, 19:33

Also für mich spielt das Gewicht bei meinem Birdy keine Rolle da man es mit meinen kleinen Umbau Maßnahmen im gefalteten Zustand hervorragend rollen kann. Damals war es zwar nicht das Kaufkriterium aber heute wäre es für mich eins. Über die Schaltungen kann ich nichts sagen, nur das ich meine Nuvinci liebe und nie wieder was anderes fahren möchte.
Gruß Dirk
Zuletzt geändert von cruisen am Do 19. Jan 2017, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von berlinonaut » Do 19. Jan 2017, 20:53

EmilEmil hat geschrieben:Da hat man oben das Emax = 9,60 [m] einer RR-Kompaktübersetzung im Blick und unten das Emin =1,40 [m] einer Mtb-Schaltung. Da muß jeder für sich entscheiden, wie wichtig das ist. Ein Birdy Speed mit Emax = 8,00 [m] Entfaltung halte ich IMHO für bißchen schlapp. Ein Faltrad mit "Speed"-Potenzial würde ich heute mit einer 11-fach Schaltung bestücken. Und über 9 [m] Entfaltung sollten drin sein.
Das schreibst Du ja häufiger mal. Nach unten raus würde ich da durchaus mitgehen (einsatzabhängig) - aber nach oben? Bei 9 m bist Du selbst mit einer 75er Kadenz schon über 40 km/h, mit einer 90er bei knapp 50 km/h. Bei mehr Kadenz bzw. längerer Übersetzung noch höher (mit der entsprechenden Leistungsanforderung in Watt an den Radlerköper). Wie oft setzt Du diese Übersetzung denn tatsächlich ein am Kleinrad-Falter?

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von EmilEmil » Do 19. Jan 2017, 22:07

Der Folding*Star (20") hat aus technischen Gründen leider nur Emax = 8,44 [m] Entfaltung, sowie Emin = 1,56 [m] . Auch, wenn ich in der Ebene wegen Alters bedingtem Pudding in den Beinen nur 40 [km/h] schaffe (kurzzeitig), so gibt es bei meinen Fitness-Strecken genügend Gefälle (ca 7-8 %) , wo ich es krachen lasse und mit einer 100-er Trittfrequenz (oder drüber) unterwegs bin (Natürlich liegt dann die größte Entfaltung an; gut 50 [km/h] ) .
Der 24" Falter mit Emax = 7,48 [m] und Emin = 2,20 [m] kommt schon häufig an seine Grenzen.
Für eine "Standard Steigung" (10 % ca 2 [km]) bin ich mit ca 10 [km/h] unterwegs. Diese Steigung wird manchmal auch entgegengesetzt (Gefälle !) befahren. Da sind dann selbst 9 [m] Entfaltung fast zu wenig, um mitzutreten. Bei einer 60 [km] Runde ist immer eine Standard-Steigung enthalten. Gefälle mit 7 % oder 8 % kommen da 4-mal so oft vor. Ich fahr halt der Fitness halber.
Bild
Wenn ein TE Rennraderfahrung hat und mit einem "Speed" liebäugelt, kann es nicht schaden, wenn er eine ähnliche Emax wie EmilEmil hat, der sich bekanntlich ja im abgestandenem Alter befindet.

MfG EmilEmil

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von specialbiker » Fr 20. Jan 2017, 10:32

EmilEmil hat geschrieben: . . .
Wenn ein TE Rennraderfahrung hat und mit einem "Speed" liebäugelt, kann es nicht schaden, wenn er eine ähnliche Emax wie EmilEmil hat, der sich bekanntlich ja im abgestandenem Alter befindet.

MfG EmilEmil
Sehr schön ;-) Aber eine Bitte, nachdem wir uns auch altersmäßig wohl nicht so weit voneinander unterscheiden: Gibt es für die reifere (und aus meiner Sicht: schönere) Phase des Lebens keinen positiveren Begriff als "abgestanden"? :o

Ansonsten: Ich gehöre tatsächlich zu den "Schnellkurblern" und kann daher mit etwas weniger Entfaltung auskommen - brauche aber natürlich die Berggänge, um bei Anstiegen die Drehzahl halten zu können - auch daher bin ich selbst etwas skeptisch bei einer 9-fach Übersetzung (vermutlich würde ich ein Speed auf 11-fach umrüsten).

Kurzer Ausflug in Radrennsport (OT): Wer verfolgt, welche "Oma-Kränze" (bis 28Z) selbst Rennradprofis mittlerweile mit Ihren (eigentlich für den Hobbybereich) entwickelten Kompaktkurbeln kombinieren, um aberwitzige Drehzahlen selbst an 20% Steigungen halten zu können, sieht das Ganze aus einem völlig anderen Licht als noch in den 80ern, als Ritzel größer 21 Zähnen (an 42er Kettenblatt) noch ganz klar der "Weicheifraktion" zugewiesen wurden (wobei die Veranstalter heutzutage Steigungen ins Programm einbauen, die man damals einfach "umfahren" hat) - dennoch: auch körperlich hat sich dieser Sport extrem verändert - Drehzahlen sind heutzutage angesagt, keine langsamen Muskelpakete - zumindest im Bereich der längeren Distanzen, durchsetzt mit Bergetappen (Beispiel Chris Froome).

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von Motte » Fr 20. Jan 2017, 11:47

Moin Hans

Über den Preis des Birdy – wie über jeden Preis – kann man streiten. Ich finde ihn, angesichts der ausgewählten Komponenten, und vielen hauseigenen Speziallösungen inklusive des Baukastensystems noch angemessen. Auch mir gefällt das neue Birdy. Es ist in sich viel „stimmiger“ als mein 2005er Modell. (Auch daran merke ich, dass sich da viel im Detail getan hat). Die Liegeräder haben ja auch so eine Entwicklung hinter sich – weg von der „Bastellösung“ hin zu einem Rad aus einem Guss.

Speed oder Touring?
Klingt wie – MTB oder Rennrad, was ist besser?

Wenn Du es künftig oft heben und tragen möchtest oder genug Kondition mitbringst auch mit wenigen Gängen in den Bergen zu fahren – dann lohnt sich die Einsparung von 2 Kg.
Wenn Du nicht ganz so sportlich bist und alle möglichen Landschaften u.U. auch mal schnell befahren möchtest – mit Gepäck und/oder Hänger – dann bist Du mit der Dual Drive sicher besser gerüstet.
Ich sause im Frühjahr mit meinem Birdy Rohloff üblicherweise eine Woche im nordhessischen Bergland herum. Es geht da ewig nur rauf und runter. Da möchte ich nicht mit weniger Übersetzungsbandbreite rumfahren.

Wer meint bei der Dual Drive „auf Gummi“ zu treten sollte die Schuhe mit Blockabsatz vielleicht mal gegen Radschuhe tauschen. Nee – ehrlich, das klingt eher nach einem dummen Spruch vom Rennradstammtisch. Ich bin selbst jahrelang Rennrad im Verein gefahren und hab daneben mehrere Räder mit Dual Drive gehabt. Konnte also gut vergleichen und kann das so gar nicht bestätigen.
Klar hat eine Nabenschaltung nicht den Wirkungsgrad einer super gepflegten Kettenschaltung – und es soll ja Zeitgenossen geben, die eine 2 Watt Verlustleistung bei 300 Watt Einsatz deutlich spüren. Aber Räder mit Dual Drive werden selten im Leistungssport eingesetzt, wo es auf die 1/10 Sekunde ankommt. Nebenbei der falsche Luftdruck oder der „falsche Reifen“ kostet locker mal 10 – 15 Watt. Von falscher Kleidung und falscher Haltung oder Gepäck mit ungünstigen Strömungseigenschaften mal gar nicht zu reden.
Da ich beim Tern Link eine Sensorleuchte habe und üblicherweise nicht merke, wenn die das Licht einschaltet – gehöre ich (wie scheinbar Emilemil auch) definitiv nicht zu diesen sensiblen Gemütern.

Gleichwohl ist man bei der wichtigsten Frage gelandet, die alles auch schwieriger macht. Wie ist der eigene Fahrstil und was hat man so ungefähr mit dem Faltrad vor. Ein Rennrad für die Reisetasche oder ein allwettertaugliches Pendlerrad für die Stadt und häufige ÖPNV Nutzung oder ein Einkaufsrad oder ein „universelles immer dabei Rad“?
Du hättest ja nicht mehrere Räder, wenn es darauf nur eine universelle Empfehlung gäbe.

Das betrifft auch die max. Geschwindigkeit. Nicht jeder kann eine Trittfrequenz jenseits 90 U/Min fahren. (Mal fehlt die Übung und mal spielt der Körper einfach nicht mit oder man fühlt sich schlicht unwohl dabei) Nicht jedes Faltrad erlaubt ein gutes Fahrgefühl bei hohen Kadenzen. Dann ist da wieder die Frage „wie oft und wie lange möchte ich wie schnell fahren“. Die hängt vom Umfeld und den eigenen Vorstellungen ab. Das Faltrad als Rennradersatz auf guten asphaltierten Straßen muss dann andere Dinge können als das Pendlerrad im Straßenverkehr, bei dem ein Spurt verkehrsbedingt selten über 2 Km hinaus geht.

Zu deiner konkreten Radfrage unter 1) kann ich nichts sagen.

Gruß

Udo

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Re: Hallo aus der Oberpfalz

Beitrag von specialbiker » Fr 20. Jan 2017, 23:59

Motte hat geschrieben:Moin Hans
. . . .
Zu deiner konkreten Radfrage unter 1) kann ich nichts sagen.

Gruß

Udo
. . . dafür aber zu meinen anderen Überlegungen umso mehr - danke dafür.

Das "Treten wie auf Gummi" scheint wohl eher von Eindrücken der Shimano-Naben (8- und 11-fach) in bestimmten Gängen zu kommen. Erst heute konnte ich erstmals ein Dualdrive Birdy beim Händler testen, das Fahrgefühl war wirklich toll - Fahrverhalten wie auch die Dualdrive-Nabe waren sehr "direkt". Knapp 14kg Gewicht (mit allem) hab ich dennoch nicht erwartet, es spricht also auch viel für eine leichtere Speed Version (ohne Zusatzausstattung).

Was den Preis des Birdy betrifft: Reduziere ich dieses Rad auf Raddurchmesser, Faltmass und Gangzahl ist es zu teuer, auch meine Meinung. Aber ich sehe auch diese wunderschöne Vorderradschwinge und die vielen "Formbauteile", schöne Ausfallenden usw. - das spricht mich persönlich sehr an. Ohne jetzt Glaubenskriege anzetteln zu wollen: Ein Brompton wirkt auf mich im Vergleich "zu einfach gestrickt" - es mag seinen Zweck erfüllen, es mag stylisch sein, britisch ja sowieso, aber als Ausfallende an der Vorderradgabel etwa wäre mir ein "zusammengequetschtes Stück Gabelrohr" doch zu wenig, nur um ein Beispiel zu nennen (ungeachtet solcher Details steckt sicher sehr viel Überlegung in einem Brompton - das will ich gar nicht bestreiten).

Zwischen diesen beiden "Extremen" liegen dann wohl Dahon und Tern - fast schon "Vernunfträder" ;)

specialbiker

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