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Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachsen

allgemein zum Thema Fahrräder
Uli
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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von Uli » So 18. Dez 2011, 03:41

Störung!
Zuletzt geändert von Uli am Sa 14. Apr 2012, 05:40, insgesamt 1-mal geändert.

Pibach
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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von Pibach » So 18. Dez 2011, 10:12

Uli hat geschrieben: Die Akzeptanz kommt erst dann, wenn es angeordnet ist und geahndet wird. Die Vernunft reicht offensichtlich allein nicht aus.
Nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer haben sich an Spielregeln zu halten. Sie fahren nicht in einer rechtsfreien Zone.
da wird mir ganz anders, wenn ich solche Sätze lese.

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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von Rone » So 18. Dez 2011, 13:25

Pibach hat geschrieben:da wird mir ganz anders, wenn ich solche Sätze lese.
Die Macht der Worte.

Ich denke, wir sind uns einig, dass wir, wenn wir Radfahren fördern wollen, nicht über Helmpflicht, Fahrradmaut und sonstige Pflichten und Strafen für Radfahrer nachdenken sollten. Das ist sicher kontraproduktiv.
Uli hat geschrieben:Uneinheitlichkeit des Systems ist gefährlich: Einbahnstraßen mal entgegengesetzt der Fahrtrichtung für Fahrräder freigegeben, mal nicht. Radweg in eine Richtung oder beide Richtungen...
Du kannst nur Einbahnstraßen, in denen weniger als 30km/h gilt, freigeben. Auf das kleine Schild kann man schon achten.

Benutzungspflichtige Radwege soll es nur noch in Fahrtrichtung rechts geben. Die blauen Lollies links verschwinden zunehmend, Schilder abbauen dauert halt länger als aufbauen. Ohne Zusatz-Schild "Radfahrer frei" hast Du auf dem linken Radweg eh nichts zu suchen.

In Bremen macht man sich scheinbar auch die Mühe, gleich zu schauen, ob man das blaue Altmetall nicht gleich ganz entfernt. In Verkehrsberuhigten Bereichen mit riesigen Bäumen im Radweg kann man den verbliebenen roten Weg neben dem Fußweg wirklich lieber den Autos zum Parken lassen, damit mehr Platz auf der Rennbahn bleibt...

TomK
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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von TomK » So 18. Dez 2011, 21:41

@Uli - Eine Fahrradmaut um Radwege auszubauen?

Die Hochbordradwege die wir hier in DE haben sind zu Förderung des Autoverkehrs entstanden. Dafür möchte ich nun wirklich kein Geld zahlen. Zum Radfahren sind sie nicht wirklich geeignet. Zu schmal, zu glatt, voller Schäden, keine saubere Trennung zum Gehweg und/oder Parkplätzen, ...
Klare und deutliche Markierungen sind der erste Schritt. Aber dann bitte nicht die nehmen, die bei Regen zur Rutschbahn werden.
Du meinst hier wahrscheinlich Flächenmarkierungen. Theoretisch kann dafür direkt farbiger Asphalt genutzt werden. Das wäre rutschfester, aber teurer. Ich halte eine so starke Trennung für wenig sinnvoll. Sie kann sich zu schlecht wechselnden Situationen anpassen. Daher sollte es eine Ausnahme bleiben.
Ballungszentren mit vielen regelmäßigen Staus erleichtern den Gedanken zum Umstieg.
Ich würde mir wünschen die Menschen würden umsteigen, weil sich die Situation für Radfahrer verbessert und nicht weil sie sich für Autofahrer verschlechtert.
Ich würde bei den Helmen behaupten, dass die Unwirksamkeit nicht nachgewiesen ist.
Da machst du es dir zu einfach. Für eine persönliche Entscheidung ist dies ausreichend, weil es deine Sache ist. Für Pflicht und Propaganda müssen jedoch die anderen Effekte bedacht werden. Australien zeigt das durch eine Pflicht der Fahrradverkehr stark und dauerhaft zurückgeht. Die Unfallstatistiken zeigen außerdem das Fahrradfahrer um so sicherer unterwegs sind, je mehr es von Ihnen gibt. Unabhängig von der Schutzwirkung des Helmes, kann also eine Pflicht das Verletzungsrisiko durchaus erhöhen.
Nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer haben sich an Spielregeln zu halten. Sie fahren nicht in einer rechtsfreien Zone.
Manchmal schon. Sag mir z.B. mal was das Zusatzschild "Radfahrer absteigen" als Anweisung bedeuten soll. Wenn ich anhalte und absteige bin ich kein Fahrradfahrer mehr. Kann ich dann direkt wieder aufsteigen oder was mache ich jetzt? Meist ergibt sich ein sinnvolles Verhalten aus der konkreten Situation, aber rechtlich ist es nicht definiert.

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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von superfalter » So 18. Dez 2011, 22:24

Thema Fahrradmaut:

Im Jahr 2011 hat Mr. Ramsauer den Etat von 100 --> auf 80 Mio € reduziert und 2012 soll um weitere 20 Mio gekürzt werden ( http://celleheute.de/luhmann-fahrradweg ... lmpflicht/). Der Etat für das Strassennetz ist liegt bei 600 Mio €. Wo doch Nachweise von Verkehrsforschern exisiteren, daß neue Autobahnkreuze oder noch mehr Spuren pro Strasse zu einer Verkehrszunahme nachweislich geführt haben, weil wo breitere Strassen sind, wird mehr und schneller gefahren. Effekt = Null. Kosten=Maximal. Jetzt das Versäumnis der Politik für ein ausbalanciertes Verkehrsystem zu sorgen und das aus der eigenen Tasche über eine Maut zu finanzieren, finde ich etwas zu mutig. Und es existieren Studien, daß der Radverkehr wächst und der Autoverkehr langsam nachlässt.

Buchtipp dazu "das Autohasser Buch" - klingt dramatisch öffnet aber unheimlich die Augen.
Ich habe es schon ein paar Mal verschenkt an Freunde :-)

Thema Helmpflicht:

Das ist ein vielschichtiges Thema. Mir ist mein Brain zu wichtig, als das es nicht geschützt bewegt würde. Ich fahre selbst auch erst seit Sommer 2011 mit Helm (musste ich für Velothon weil es Pflicht war kaufen). Ich merke das gerade bei meiner Freundin. Sie würde auch gern mit Helm fahren, aber es gibt es sehr wenig halbwegs ansprechende Helme. Das ist sehr schade.

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Re: Gute Radverkehrsplanung lässt den Radverkehr stark wachs

Beitrag von bikeingold » So 18. Dez 2011, 22:42

Wer hätte gedacht, dass so ein Artikel eine so kontroverse Diskussion auslöst :o

@TomK:
Du nimmst mir die Worte aus dem Mund - FullAck

Grüße
Ingo
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