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Hallo vom Niederrhein

Wir heissen Dich herzlichst Wilkommen. Hast du schon ein Faltrad ? Welches ?
CycoRacer
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Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » Sa 13. Sep 2014, 00:44

Hallo zusammen,
bin durch Zufall auf den Seiten dieses Forums gelandet und da ich mich gerne per Faltrad durch die Landschaft bewege, finde ich die hier diskutierten Themen recht interessant. Mit meinem Aldi- Cyco Faltrad habe ich 2007 einen günstigen Einstieg gefunden und bin mittlerweile zum Vielfahrer mutiert. Zu meinen Lieblingsstecken vor Ort gehören die Deichwege links und rechts vom Rhein von Düsseldorf bis Holland und die verkehrsarmen Strecken durch das Ruhrgebiet (Emscher Radweg, Erzbahntrasse). Gerne folge ich meiner Familie auch mal per Faltrad in den Kurzurlaub, wie z.B. vor einigen Wochen in die Niederlande.

Als Einstieg gebe ich hier ein Schlüsselerlebnis zum Besten, welches mein spezielles Verhältnis zu Falträdern geprägt hat. Für mich war es als Jugendlicher immer ein besonderes Ärgernis mit meinem klapprigen Klapprad zur Schule fahren zu müssen. Die Rennräder mit Gangschaltung einiger meiner Klassenkameraden haben bei mir immer zu leuchtenden Augen geführt. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich der einzige, dessen Fahrrad nie geklaut wurde. Ich habe eisern gespart, Nachhilfe gegeben, Rasen von Kindergärten gemäht und irgendwann hatte ich das Geld für ein Fahrrad im Rennrad-Look zusammen und war glücklich damit. Ich war mir sicher, dass die Zeit der Klappräder für mich für immer vorbei war. Irgendwann später habe ich mich dann mal zu einem Fahrradrennen angemeldet. Damals Mitter 70’er gab es solche speziellen „Trimm Dich Fit“ Events für jedermann. Habe fleißig trainiert und für das Rennen sogar alles an Ballast abmontiert, was möglich war (Schutzbleche und Gepäckträger). Es kam der Renntag, am Start waren dann auch richtige Rennräder, aber ich habe mir aber trotzdem gute Chancen ausgemalt, da ich auch damals schon lange Strecken gefahren bin. Ein Teilnehmer hat bei mir dann besonderes Schmunzeln verursacht. Zwischen all diesen tollen Fahrrädern hatte sich doch tatsächlich ein Jugendlicher mit seinem klapprigen Klapprad an den Start getraut. Er wurde nur belächelt (natürlich auch von mir). Das konnte er doch nicht wirklich Ernst meinen. Es kam wie es kommen musste, etwa 3km vor der Ziellinie auf Platz 10 liegend hat mich dieser vielleicht 16 jährige Junge überholt und ich hab es unter Mobilisierung aller Kräfte bis zum Ziel nicht mehr geschafft meinen Platz zurückzuerobern. Platz 11, geschlagen und blamiert von einem Klappradfahrer. Fast hätte ich zu den besten 10 gehört. Die Gefühle, die ich damals durchlebt habe vermag ich hier nicht zu beschreiben, am liebsten wäre ich im Boden versunken. Nein, ich bin dann nicht mehr zu einem Klapprad zurückgegehrt. Der nächste Schritt war die Anschaffung eines Mofas.

An dieses Erlebnis erinnere ich mich immer gerne zurück, wenn mal wieder ein mitleidiger Blick von einem High-Tech Mountainbike oder Rennrad auf mein klappriges Billigfaltrad runterfällt und ich dann mal wieder in die Pedale treten kann um für ein wenig Verblüffung zu sorgen. Vielfach bin ich heute schneller, aber wenn nicht, ist auch nicht schlimm. So habe ich auch schon einige nette Leute kennengelernt.

Motte
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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von Motte » Sa 13. Sep 2014, 08:35

Moinmoin CycoRacer,

dann mal Willkommen hier im Forum. Ich fahre seit 2007 nur noch Falträder und finde die Dinger einfach knuffig. Da ich u.a. in Duisburg arbeite, haben wir ja einen ähnlichen "Wirkungsbereich". Früher war für mich ein Faltrad nötig, weil man im Berufsverkehr sonst keine Räder im Zug mitnehmen durfte. Das hat sich durch neue Zugtypen ja weitgehend entspannt. Obwohl - bei euch in der Ecke braucht die Bahn ja die alten Dinger auf.

Fährst Du heute noch mit dem Aldi Rad? Dann wäre ich ja mal neugierig, wie es sich Alttag so geschlagen hat.

Gruß

Udo

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von Karsten » Sa 13. Sep 2014, 12:08

Moin,
Mit größtem Vergnügen habe ich die Beschreibung aus deiner "Fahrradjugend" und jenem "Aha"-Erlebniss gelesen.
Deine Geschichte hat bei mir eigene Erinnerungen geweckt.
Zum einen an meine "Fahrradjugend", in der natürlich ein "Rennrad" das Maß aller Dinge war.
Was hatten wir unseren Schulkameraden, den Bauernsohn Hinnerk, doch kollektiv ausgelacht, als der erzählte, er wolle mit seinem Fahrrad nach der 10. Klasse eine Fernreise machen. Mit seinem Fahrrad, das doch nur eine 3Gang-Schaltung hatte.
Wir waren überzeugt, für sowas braucht man auf jeden Fall zehn Gänge!. Überhaupt- mit dem Fahrrad reisen- viele hatten schon ein Mofa und alle träumten von Auto oder Motorrad.
(Ein Jahr später war ein Schulkamerad im Verkehr gestorben, ein Mädchen aus einer anderen Klasse im Rollstuhl....)

Mein einschneidendes Schlüssel-Erlebniss, hatte ich dann bei der Bundeswehr.
Mit mir war ein unglaublich fetter Junge eingezogen worden. Wir fragten uns alle, wie solch ein fetter Kerl überhaupt jemals "tauglich" eingestuft werden konnte.
Nun- in der ersten Woche(?) standen allgemeine Sportwettkämpfe auf dem Plan, Liegestütze, Klimmzüge, 100m Lauf und so.
Es ergab sich, daß ich, mit 1,91 einer der Größten, gegen diesen fetten Jungen laufen sollte. Aus Mitleid nahm ich mir vor, ihm einen gewissen Vorsprung zu lassen und dann etwa mit ihm zusammen ins Ziel zu laufen.
Tja, und dann sprintete dieser Fettsack mir so klar und locker davon, daß ich tatsächlich nicht die geringste Chance gegen ihn hatte.
Natürlich war ich erstmal blamiert bis auf die Knochen.
Unfassbar- er lief die Hundert Meter schneller als die allermeisten aller eingezogenen Rekruten.

Wie sich herausstellte,war er Leistungssportler -Ringer-. Einer der ganz netten -und klugen-, die ich da kennenlernte.
Später hat er nur so zum Spaß immer locker vier volle 20l Kanister auf einmal getragen, jeweis zwei mit einer Hand, die er auch so auf die Ladefläche der LKW wuchten konnte.

Man sollte seine Vorurteile von Zeit zu Zeit mal ein wenig umgruppieren! :)

Gruß Karsten

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » Sa 13. Sep 2014, 20:06

Hallo Nachbar,

es wird Zeit, dass die Fahrradautobahn im Ruhrgebiet Gestalt annimmt, dann könnte man komplett auf Zug und Auto verzichten. In Holland funktioniert das prima.

Ja, ich bin hauptsächlich mit dem Aldi-Rad unterwegs, obwohl ich schon mal nach rechts (weiteres Billigrad von Hema, 7-Gang Revoshift) und links (Dahon Mu One) schaue um Vergleiche anzustellen. Werde in Kürze vielleicht mal was hierzu berichten. Nur soviel, wenn jemand möchte, dass ich über Billigräder ablästere, so sollte er/sie mich auf das Hema-Rad ansprechen, über das Aldirad kann ich nur positives berichten. Für meine sehr speziellen Bedürfnisse ist es wie massgeschneidert. Was der Rahmen bis jetzt schon alles überstanden hat ist unfassbar (war vor meiner Faltradzeit meist mit dem Mountain-Bike unterwegs) und ich habe nach 7 Jahren eigentlich immer noch verbleibende 3 Jahre Garantie auf den Rahmen. Wenn ich eine Ampel oder rücksichtslose Autofahrer vermeiden kann, bewege ich mich auch mit meinem Faltrad auch heute noch lieber über Stock und Stein.

Gruss
Reimund

Motte hat geschrieben:Moinmoin CycoRacer,

dann mal Willkommen hier im Forum. Ich fahre seit 2007 nur noch Falträder und finde die Dinger einfach knuffig. Da ich u.a. in Duisburg arbeite, haben wir ja einen ähnlichen "Wirkungsbereich". Früher war für mich ein Faltrad nötig, weil man im Berufsverkehr sonst keine Räder im Zug mitnehmen durfte. Das hat sich durch neue Zugtypen ja weitgehend entspannt. Obwohl - bei euch in der Ecke braucht die Bahn ja die alten Dinger auf.

Fährst Du heute noch mit dem Aldi Rad? Dann wäre ich ja mal neugierig, wie es sich Alttag so geschlagen hat.

Gruß

Udo

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » Sa 13. Sep 2014, 20:31

Hallo Karsten,

ich denke man muss froh sein, ab und zu solche Erlebnisse zu haben, um seine Umwelt bewusster wahrnehmen zu können und sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.

So eine Fahrrad-Fernreise wäre auch noch so ein Traum, den ich mir irgendwann noch mal erfüllen möchte.

Gruss
Reimund


Karsten hat geschrieben:Moin,
Mit größtem Vergnügen habe ich die Beschreibung aus deiner "Fahrradjugend" und jenem "Aha"-Erlebniss gelesen.
Deine Geschichte hat bei mir eigene Erinnerungen geweckt.
Zum einen an meine "Fahrradjugend", in der natürlich ein "Rennrad" das Maß aller Dinge war.
Was hatten wir unseren Schulkameraden, den Bauernsohn Hinnerk, doch kollektiv ausgelacht, als der erzählte, er wolle mit seinem Fahrrad nach der 10. Klasse eine Fernreise machen. Mit seinem Fahrrad, das doch nur eine 3Gang-Schaltung hatte.
Wir waren überzeugt, für sowas braucht man auf jeden Fall zehn Gänge!. Überhaupt- mit dem Fahrrad reisen- viele hatten schon ein Mofa und alle träumten von Auto oder Motorrad.
(Ein Jahr später war ein Schulkamerad im Verkehr gestorben, ein Mädchen aus einer anderen Klasse im Rollstuhl....)

Mein einschneidendes Schlüssel-Erlebniss, hatte ich dann bei der Bundeswehr.
Mit mir war ein unglaublich fetter Junge eingezogen worden. Wir fragten uns alle, wie solch ein fetter Kerl überhaupt jemals "tauglich" eingestuft werden konnte.
Nun- in der ersten Woche(?) standen allgemeine Sportwettkämpfe auf dem Plan, Liegestütze, Klimmzüge, 100m Lauf und so.
Es ergab sich, daß ich, mit 1,91 einer der Größten, gegen diesen fetten Jungen laufen sollte. Aus Mitleid nahm ich mir vor, ihm einen gewissen Vorsprung zu lassen und dann etwa mit ihm zusammen ins Ziel zu laufen.
Tja, und dann sprintete dieser Fettsack mir so klar und locker davon, daß ich tatsächlich nicht die geringste Chance gegen ihn hatte.
Natürlich war ich erstmal blamiert bis auf die Knochen.
Unfassbar- er lief die Hundert Meter schneller als die allermeisten aller eingezogenen Rekruten.

Wie sich herausstellte,war er Leistungssportler -Ringer-. Einer der ganz netten -und klugen-, die ich da kennenlernte.
Später hat er nur so zum Spaß immer locker vier volle 20l Kanister auf einmal getragen, jeweis zwei mit einer Hand, die er auch so auf die Ladefläche der LKW wuchten konnte.

Man sollte seine Vorurteile von Zeit zu Zeit mal ein wenig umgruppieren! :)

Gruß Karsten

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » So 14. Sep 2014, 02:24

Hallo Udo,

hier nun der angekündigte Kurzbericht über die Alltagstauglichkeit meines Aldi Faltrades Marke Cyco, dass im jährlichen Turnus mit Ausstattungsvarianten ja immer wieder bei Aldi auftaucht. Das Fahrrad, damals noch mit einer 3-Gang SRAM Schaltung ausgestattet, habe ich mir 2007 ursprünglich gekauft um teure Parkplatzgebühren in der Bochumer Innenstadt zu sparen und so auf kostenlose Parkplätze zurückgreifen zu können. Den Kaufpreis hatte ich schon nach 2 Monaten wieder raus. Meine Erwartungen hatte ich gar nicht so hoch geschraubt. Herausfordernd für dieses Rad ist meine Körpergröße von 186 und war mein damaliges Gewicht von 106 KG. Eigentlich ist dies eine Kombination, die sofort gegen die Anschaffung dieses Rades sprechen (entsprechende Kommentare habe ich ja bereits hier im Forum gefunden). Dennoch hab ich es mal versucht, da es ja eigentlich wegen der Umtauschmöglichkeit kein Risiko gab. Diese beiden Haupthürden habe ich aus dem Weg geräumt, indem ich das angegebene Maximalgewicht von 100KG (Fahrrad+Fahrer+Gepäck) bis zum heutigen Tage permanent überscheite und die Sattelstange 4 cm weiter rausziehe als es die Maximalmarkierung gebietet.

2007 habe ich noch 106KG gewogen mittelweile sind es (auch dank dieses Rades) nur noch um die 80, mein Rucksack auf dem Gepäckträger zwischen 10 und 15KG und das Eigengewicht sind auch nochmal 15 Kg. Nutze das Fahrrad ganzjährig bei fast jedem Wetter. Fahre einen hohen Anteil an Schotter- und Schlaglochpisten und bin selbst verwundert was der Rahmen so alles mitmacht. Habe noch ein weiteres Billigfaltrad On-the-Road von Hema (7-Gang Shimano Kettenschaltung, Stahlrahmen) welches bei weitem nicht an die Fahreigenschaften des Aldi Rades heranreicht und eine edleres Dahon Mµ One, ein Hauch von Nichts, für ein entspanntes Dahingleiten (fast schon Schweben) am Wochenende auf gut befestigten Straßen. Das Cyco-Rad sieht billig aus, ist aber auf Kosten des Gewichtes solide verarbeitet. Für mich auch wichtig: Ich kann es überall abstellen, ohne Sorge dass es abends vielleicht geklaut ist (außer vielleicht in Münster).

Habe einige einfache Verbesserungen vorgenommen, nachdem die Originalteile verschlissen waren: Von den Klapppedalen habe ich mich schon früh verabschiedet. Die halten immer nur kurz ob billig oder teuer. Desweiteren verwende nur noch Schwalbe Marathon Plus Reifen. Dadurch habe ich nur noch alle 3 Monate mal eine Panne (anstatt 2 in der Woche). Das Hinterrad stammt schon zum wiederholten Male von Taylor Wheels und ist mit einer wunderbar leichtgängigen 3-Gang Shimano Nexus Gangschaltung ausgestattet. Die originale SRAM Schaltung mit der offen liegenden Schaltkette hatte so ihre Probleme (besonders im Winter mit Schlamm, Nässe und Salzeinwirkung). Und natürlich eine besonders laute Klingel für nebeneinander fahrende Rennrad- und Mountainbike-Fahrer, die mit Musik im Ohr bzw. sich unterhaltend bei 30 km/h nicht mehr damit rechnen, dass es ein alter Mann auf einem Aldi-Klapprad hinter ihnen es auch mal eilig haben könnte. Und nicht zu vergessen, natürlich für die twitternden Mädchen im Gegenverkehr, die es schaffen, sich nur nach Geräuschen orientierend, mit einer Hand am Lenker und einer Hand und beiden Augen am Smartphone, durch die Landschaft zu bewegen (kein Witz!).

Begeistert bin ich vom Mifa-Kundendienst. Auf dem Rahmen ist eine Kundendienst-Telefonnummer aufgeklebt die auch funktioniert und nicht ins Nirvana führt. Bin bisher stets auf motivierte Mitarbeiterinnen getroffen, die mir bisher immer weiterhelfen konnten und jede Schraube beim Namen kannten. Beispiel 1: Schweißnaht Lenker nach 3 Jahren gerissen. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich einen Neuen ohne den alten zurück schicken zu müssen (Garantie). Beispiel 2: Rückholfeder Felgenbremse gebrochen. „Feder gibt es nicht als Ersatzteil. Warum bestellen sie nicht die ganze Bremse? Kostet 3,62 €“. Beispiel 3: Pedallager 4,85 €. Beispiel 4: Kurbeln zusammen mit Vorderzahnrad haben nur 13,30 € gekostet (Vergleich: für Dahon mµ one kosten die ca 100 Euro). Irgendwann fing die Kette an überzuspringen, da die Zähne am Zahnrad nur noch andeutungsweise vorhanden waren.

Für diejenigen, die vielleicht der Meinung sind, dass da ja doch ganze Menge Ausfälle zu beklagen sind hier die Chronologie mit den geschätzten Kilometern.

Chronologie:
(Sättel, Reifen, Pedalsätze, Ketten und Bremsschuhe habe ich nicht aufgeführt)
29.05.2007 0 km Kaufdatum Aldi-Süd 179,00 Euro
10.05.2010 ca. 26000 km Lenkerstange 0,00 Euro
16.08.2010 ca. 29000 km Hinterrad 3-Gang Nexus 56,00 Euro
12.11.2012 ca. 46000 km Bremse vorne 3,62 Euro
07.01.2014 ca. 52000 km Tretlager, Kurbeln+Zahnkranz 18,15 Euro
03.09.2014 ca. 61000 km Hinterrad 3-Gang Nexus 58,95 Euro

Fazit:
Dieses Rad ist für mich ein Glücksfall, mit dem man auch im Speziellen problemlos ganzjährig, mit viel Gepäck, pendelnd deutlich über 4000 Km/Jahr abreißen kann ;)

Gruß
Reimund


Motte hat geschrieben:Moinmoin CycoRacer,

Fährst Du heute noch mit dem Aldi Rad? Dann wäre ich ja mal neugierig, wie es sich Alttag so geschlagen hat.

Gruß

Udo

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von Motte » So 14. Sep 2014, 07:44

Moin Raimund,

vielen Dank für den Bericht. Nein, um Ablästern ging es nicht. Eher um Orientierung für Faltradeinsteiger. Wir haben ja schon einige Curtis/Cyco Faltradfahrer hier im Forum. Aus der Summe der Einzelerfahrungen kann man dann so nach und nach ein Bild gewinnen "auf was man sich einlässt". Wenn ein "Pärchen" Räder sucht, ist der Preis ja nicht nebensächlich.
Auch wenn man aber einer bestimmten Größe im Forum immer mal Menschen dazwischen hat, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen, ist ein gewisser Verschleiß bei (gefahrenen) Fahrrädern ja völlig normal.

Hast Du Olivers Thread schon entdeckt? Der hat eine schicke Lösung für die Sattelstütze gefunden viewtopic.php?f=49&t=3110&p=32267#p32267

Ich hab den Momomuck schon bewundert ob seiner Kilometerzahlen. Irgendwas muss es am Niederrhein geben, was Euch regelrecht sportlich aufblühen lässt.-Klar, bei deinem Wohnort könnte Kräuterschnaps das Dopingmittel sein ;) Ich gebe neidisch zu, dass mir die Zeit fehlt so viel zu fahren. (und ich auch ein wenig faul geworden bin - zumal ich nach Duisburg erst mal eine Stunde bergauf fahren müsste)

Da so nach und nach die Waldwege ja wieder befahrbar werden, schaffen wir es vielleicht ja noch dieses Jahr mit dem Ruhrwuppfaltradstammtisch unsere geplante (aber durch den Sturm ELA ausgefallene) Tour zur Halde Haniel/ Walsum/Homberg durchzuführen. Ich hab mir den Alsumer Berg und den Trajekt-Turm in Homberg vor 3 Wochen schon mal mit einer Bekannten näher angeguckt.
Vielleicht trifft man sich ja mal bei so einer Gelegenheit?

Bis dahin - "immer eine zwei Finger breit Luft unter der Felge" :mrgreen:

Gruß

Udo

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » So 14. Sep 2014, 13:49

Hi Udo,

danke für den Tip. Nein den Thread habe ich noch nicht entdeckt, das ist ja klasse.

Das mit der vielen Zeit fürs Fahrradfahren sehe ich so (gilt natürlich nur für das Flachland), entweder man verbringt seine Zeit im Stau und beißt ins Lenkrad, schaut verpassten Zügen hinterher oder wartet auf nicht eintreffende oder man genießt die Natur mit dem Fahrrad und kommt entspannt auf der Arbeit an bzw. von der Arbeit zurück. Wan man es für sich schönrechnet braucht man dafür nicht eine Minute mehr. Für mich sind 60 km einfacher Weg Berufsverkehr (Autobahn) und 1 Stunde Fahrradfahren nach dem Abendbrot zum runterkommen zeitlich gleich 20 km Landstraße Auto + 31 km Fahrrad (durch Feldwege deutlich kürzer, durch schöner Strecken wieder etwas verlängert, 20km/h mit Fahrrad).

Scheinbar haben wir uns dann ja kürzlich schon leicht verpasst. Den Alsumer Berg bin ich auch Anfang August erstmalig hochgefahren (Foto beigefügt), nachdem ich vorher schon viele Male dran vorbeigefahren bin. Da ich kürzlich im Zusammenhang bei der Erforschung meiner Familiengeschichte auf das Dorf Alsum gestoßen bin, hatte ich bei der guten Aussicht von oben doch etwas gemischte Gefühle. Alsum ist tief begraben unter einem riesigen Berg von Müll, der dann wieder mit Bäumen bepflanzt wurde.
P1290588_3.jpg
Gruss
Reimund
Motte hat geschrieben:Moin Raimund,

vielen Dank für den Bericht. Nein, um Ablästern ging es nicht. Eher um Orientierung für Faltradeinsteiger. Wir haben ja schon einige Curtis/Cyco Faltradfahrer hier im Forum. Aus der Summe der Einzelerfahrungen kann man dann so nach und nach ein Bild gewinnen "auf was man sich einlässt". Wenn ein "Pärchen" Räder sucht, ist der Preis ja nicht nebensächlich.
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Hast Du Olivers Thread schon entdeckt? Der hat eine schicke Lösung für die Sattelstütze gefunden viewtopic.php?f=49&t=3110&p=32267#p32267

Ich hab den Momomuck schon bewundert ob seiner Kilometerzahlen. Irgendwas muss es am Niederrhein geben, was Euch regelrecht sportlich aufblühen lässt.-Klar, bei deinem Wohnort könnte Kräuterschnaps das Dopingmittel sein ;) Ich gebe neidisch zu, dass mir die Zeit fehlt so viel zu fahren. (und ich auch ein wenig faul geworden bin - zumal ich nach Duisburg erst mal eine Stunde bergauf fahren müsste)

Da so nach und nach die Waldwege ja wieder befahrbar werden, schaffen wir es vielleicht ja noch dieses Jahr mit dem Ruhrwuppfaltradstammtisch unsere geplante (aber durch den Sturm ELA ausgefallene) Tour zur Halde Haniel/ Walsum/Homberg durchzuführen. Ich hab mir den Alsumer Berg und den Trajekt-Turm in Homberg vor 3 Wochen schon mal mit einer Bekannten näher angeguckt.
Vielleicht trifft man sich ja mal bei so einer Gelegenheit?

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Gruß

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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von Motte » So 14. Sep 2014, 16:08

Früher konnte man über den bekannten "Matena Tunnel" da hin. Das geht leider nicht mehr. "Müll" ist nicht so das richtige Wort - es ist der Abraum der ehemaligen Zeche Alsum und der "Kriegs - Schutt" aus dem zerbombten Duisburg, dem auch der Ort Alsum fast komplett zum Opfer gefallen ist.

Ich fand die andere Seite netter
Alsumer Berg.jpg
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Re: Hallo vom Niederrhein

Beitrag von CycoRacer » Mo 15. Sep 2014, 21:51

Nun ja, es ist wie es ist, hier die zugegeben sehr klein geratene Informationstafel der Stadt Duisburg (war im Gebüsch verborgen) zu dem Thema.
P1290590_5.jpg
Bei uns gibt es auch eine ehemalige Bauschuttdeponie aus den 60'ern. Bei uns lief das so ab, 2m hoher Sichtschutz auf Acker anbringen , 7m tiefes Loch ausheben (~2 Fußballfelder, Kies und Sand für den Straßenbau rausholen). 5,50 m mit Hausmüll, Sperrmüll, Elektroschrott und alten Autos auffüllen. 50 cm Bauschutt drauf, dann den Sichtschutz abreißen, ein Jahr alle Leute draufschauen lassen und dann mit 1 m Mutterboden auffüllen und heute wächst da wieder Mais und alles sieht toll aus. Das war früher unser Abenteuerspielplatz.

Gruß
Reimund

Motte hat geschrieben: "Müll" ist nicht so das richtige Wort - es ist der Abraum der ehemaligen Zeche Alsum und der "Kriegs - Schutt" aus dem zerbombten Duisburg, dem auch der Ort Alsum fast komplett zum Opfer gefallen ist.

Ich fand die andere Seite netter
Der Dateianhang Alsumer Berg.jpg existiert nicht mehr.
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